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Wort zum Sonntag

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Wort zum Sonntag
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Jeden Samstag erscheint im Weilburger Tageblatt die Seite "Momente", auf der ein katholischer oder evangelischer Seelsorger oder Seelsorgerin einen geistlichen Impuls in der Rubrik "Moment mal" schreibt.

Hier können Sie die Impulse aus unserem Pastoralteam seit April 2019 nachlesen.

Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, viele kleine Schritte tun, dann können sie das Gesicht der Welt verändern. – So heißt es in einem bekannten Sprichwort aus Afrika. Manch einer tut sich gewiss schwer mit solch einem Gedanken, doch dürfen wir nicht unterschätzen, was wir im Kleinen leisten können. So werden auch im nächsten Monat, vom 23. bis 26. Mai, wieder Kinder, Jugendliche und (junge) Erwachsene sich an der bundesweiten 72-Stunden-Aktion des BDKJ beteiligen. Nach 2009 und 2013 findet diese unter dem Motto „Uns schickt der Himmel“ statt. Durch ihr Engagement werden unterschiedliche soziale, ökologische, interkulturelle oder politische Projekte umgesetzt, so auch in unserem Bistum. Auch einige Gruppen unserer Pfarrei werden in diesen 72 Stunden aktiv viele kleine Schritte tun und so das Gesicht der Welt verändern. Die Kreativität und der Einfallsreichtum der einzelnen Gruppierungen zeigen eine große Bandbreite an Möglichkeiten, aber immer im Mittelpunkt der Projekte steht dabei der Einsatz für andere und mit anderen. Ehrenamtlich wird an den Stellen angepackt, wo Hilfe Not tut und oft finanzielle Mittel fehlen. So geben die Menschen ihrem Glauben Hand und Fuß, denn jeder, der mitmacht, ist vom Himmel geschickt. Am Ende dieser 72 Stunden wird sich das Gesicht des Ortes an dem sie gearbeitet haben; das, der Menschen mit denen sie gemeinsam unterwegs waren oder auch ihr eigenes verändert haben. Sich für andere zu engagieren, ist ein starkes Zeichen, das nicht zu unterschätzen ist. Dadurch kann eine Menge bewegt werden, sei es durch das fertiggestellte Projekt, bei den Teilnehmern aber auch bei den Menschen, die diese Aktion mitbekommen. In vielen kleinen Schritten kann Vieles bewirkt werden, wenn wir es miteinander angehen. So, wie es auch in dem Gospel von Eric Bond heißt: Im „Miteinander spüren wir, wie uns eine Kraft bewegt. Keiner kann allein, […] denn wir sind eine Welt, die nur leben kann […] wenn sie zusammenhält.“ Und so können wir feststellen, dass wir im Miteinander einiges bewirken können – nur zusammen kann es funktionieren. Unsere Zukunft liegt im gemeinsamen Denken und Handeln. Darum fangen wir heute schon an und denken daran: Es müssen nicht die großen Projekte sein, schauen wir lieber dahin, was wir im Kleinen tun können, denn das zeigt dann große Wirkung – bestimmt.