02.10.2026

Pfarrei Heilig Kreuz Oberlahn nimmt Stellung

Pfarrei Heilig Kreuz Oberlahn nimmt Stellung zur Kindertagesstätte „Unterm Regenbogen“

Stellungnahme zur Kindertagesstätte „Unterm Regenbogen“

WEILBURG.-  Die Entwicklungen rund um die Kindertagesstätte „Unterm Regenbogen“ in Mengerskirchen-Winkels haben in den vergangenen Wochen bei Eltern, Mitarbeitenden und in der Dorfgemeinschaft für Verunsicherung gesorgt. Die Katholische Pfarrei Heilig Kreuz Oberlahn nimmt diese Sorgen ernst und möchte transparent über die bisherigen Prüfungen sowie die weitere Entwicklung informieren.
Der Elternbeirat hatte am 3. September 2026 eine Problemanzeige in Form einer Mängelrüge eingereicht. Darin ging es unter anderem um die Personalsituation und die Aufsichtspflicht in der Einrichtung. Die Pfarrei hat die Hinweise gemeinsam mit den zuständigen Stellen sorgfältig geprüft.
Das Jugendamt Limburg-Weilburg führte daraufhin zwei unangekündigte Kontrollen in der Kindertagesstätte durch. Nach der inzwischen vorliegenden schriftlichen Rückmeldung der Trägeraufsicht haben sich die erhobenen Vorwürfe als gegenstandslos erwiesen. Die Betriebserlaubnis der Einrichtung besteht unverändert fort.
„Uns ist bewusst, dass solche Hinweise Ausdruck echter Sorge um die eigenen Kinder sind. Diese Sorgen müssen gehört und ernst genommen werden“, erklärt die Pfarrei. Zugleich sei wichtig, dass das Ergebnis der Prüfungen sachlich eingeordnet werde. Die Pfarrei betont, dass Vertrauen nicht allein durch ein Prüfergebnis entstehe, sondern durch einen verlässlichen und offenen Austausch im Alltag. Deshalb wolle sie den Dialog mit dem Elternbeirat, den Familien und den Mitarbeitenden weiterhin aktiv führen und möglichen Verbesserungsbedarf gemeinsam bearbeiten.

Gemeinde beschließt Übernahme der Trägerschaft


Die Gemeindevertretung des Marktfleckens Mengerskirchen hat am 29. September 2026 beschlossen, den bestehenden Kindergartenvertrag zum 31. Juli 2027 zu kündigen und die Trägerschaft der Einrichtung zum 1. August 2027 selbst zu übernehmen.
Die Pfarrei respektiert diese Entscheidung. Zugleich weist sie darauf hin, dass damit noch nicht alle Fragen zur weiteren Entwicklung der Kindertagesstätte geklärt sind. Besonders für die Familien und Mitarbeitenden könne die angekündigte Veränderung mit Unsicherheit verbunden sein.
„Wir wissen, dass Eltern auf Kontinuität, Verlässlichkeit und vertraute Ansprechpartner angewiesen sind. Auch für unsere Mitarbeiterinnen, die sich teilweise seit vielen Jahren engagiert für die Kinder einsetzen, ist die Situation verständlicherweise belastend“, erklärt die Pfarrei. Die damit verbundenen Sorgen nehme sie sehr ernst.
Als anerkannter freier Träger der Jugendhilfe werde die Pfarrei die rechtlichen, organisatorischen und pädagogischen Fragen eines möglichen Trägerwechsels sorgfältig prüfen. Dabei gehe es unter anderem um die vertraglichen Kündigungsfristen und den gesetzlichen Vorrang freier Träger nach dem SGB VIII. Die Pfarrei stehe hierzu im konstruktiven Austausch mit der Kommune und setze sich für einen möglichst behutsamen und einvernehmlichen Übergang ein.

Gemeinsame Verantwortung für Kinder und Familien

Die Pfarrei möchte vermeiden, dass die aktuelle Situation zu einer Konfrontation zwischen Kirche, Kommune, Eltern und Träger führt. Hinter den unterschiedlichen Positionen stünden Menschen, die sich für das Wohl der Kinder in Winkels einsetzten.
„Unser gemeinsamer Maßstab muss eine gute und verlässliche Betreuung der Kinder sein. Dafür brauchen die Familien Sicherheit und Vertrauen, und unsere Mitarbeitenden brauchen Klarheit und Verlässlichkeit“, so die Pfarrei.
Die Eltern sollen zu gegebener Zeit im Rahmen einer Elternversammlung ausführlich über den aktuellen Stand und die nächsten Schritte informiert werden. Dabei soll ausreichend Raum für Fragen, Anliegen und den weiteren gemeinsamen Austausch bestehen.

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